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01.10.2018 | Mattheußer News

Drei Entwicklungen des Markts für Eigentumswohnungen im Rhein-Main Gebiet, die Sie kennen sollten

Banken-Metropole, Boom-Town, Business-Hauptstadt – im geschäftigen Frankfurt wird viel Geld verdient. Doch wer hier eine Immobilie erwerben will, muss einiges ausgeben…
 

Selbst gut betuchte Interessenten reiben sich bisweilen die Augen, wenn sie die Quadratmeterpreise sehen. Inmitten einer dynamischen Region mit attraktiven Jobs und hoher Lebensqualität gelegen, wächst die Stadt seit Jahren beständig. Doch was bedeutet die große Anziehungskraft für den Kauf einer Eigentumswohnung? Drei wichtige Entwicklungen sollten berücksichtigt werden.


Von 2008 bis 2017 stieg die Einwohnerzahl Frankfurts um rund 100.000 auf 740.000. Den städtischen Statistikern zufolge, dürfte die 800.000-Marke bis spätestens 2030 geknackt sein. Insbesondere der Markt für Eigentumswohnungen steht damit unter Druck. Seit Jahren übersteigt die Nachfrage das Angebot. Nach Angaben des Gutachterausschusses für Immobilienwerte belief sich 2015 der Anteil der verkauften Eigentumswohnungen mit Quadratmeterpreisen zwischen 5.000 und 7.000 Euro auf 15 Prozent des Gesamtumsatzes, 2017 lag er bereits bei 33 Prozent.


Teurer, höher, internationaler – Eigentumswohnungen bieten weiteres Wertsteigerungspotenzial


Beim Wohnungskauf sollte sich der Blick nicht nur auf Frankfurt richten, sondern das ganze Rhein-Main Gebiet umfassen. Denn durch zahlreiche Neubauprojekte dürfte mittelfristig auch dort in allen Preissegmenten eine gewisse Entspannung eintreten. Doch die meisten Experten sind sich einig: Auch wenn die Wertsteigerungen künftig nicht mehr ganz so üppig ausfallen werden wie in den vergangenen Jahren, der Aufwärtstrend dürfte weiter anhalten. Wichtigste Voraussetzung für eine nachhaltige Wertentwicklung bleibt die Lage.


Während Kapitalanleger ihre Standortwahl meist unter Renditegesichtspunkten treffen, muss die Immobilie für Eigennutzer zu den Bedürfnissen des persönlichen Lebensstils passen.


Exklusive Wohntürme und attraktive Lagen der Metropolregion Rhein-Main rücken in den Fokus


Junge Familien wohnen bevorzugt in ruhigeren Quartieren mit kurzen Wegen zu Kindergärten, Schulen, Geschäften und grünen Oasen. Damit konzentriert sich die Suche häufig auf das gesamte Rhein-Main Gebiet, attraktive City-Randlagen oder Vororte mit guten Verkehrsanbindungen wie beispielsweise in Frankfurt die Stadtteile Rödelheim, Ginnheim oder Riedberg. Diese Viertel sind zudem deutlich erschwinglicher als das Zentrum. Da rücken auch über Jahrzehnte gepflegte Rivalitäten mit Nachbarkommunen in den Hintergrund, und so ist das Sondieren des Offenbacher Wohnungsmarktes längst kein Tabu mehr.


Wer eher die Nähe zu exklusiven Shoppingmeilen, schicken Restaurants und kulturellen Einrichtungen schätzt, ist mitten in der City besser aufgehoben. Hier zwingt die Flächenknappheit immer öfter zu buchstäblich herausragendem Bauen: Ein gutes Dutzend Wohntürme ist im Begriff, die Skyline zu bereichern. Es sind vornehmlich Singles oder kinderlose Paare, die sich für einen urbanen Standort mit Ausblick entscheiden.


Inzwischen befindet sich sogar etwa jede dritte Frankfurter Neubauwohnung in modernen Hochhäusern, die mit den tristen Betonsilos der sechziger und siebziger Jahre freilich nicht vergleichbar sind. Wer sie betritt, wähnt sich oft in der Lobby eines exklusiven Hotels. An einem rezeptionsähnlichen Counter können Bewohner dort unterschiedlichste Service-Leistungen beauftragen: Von der Reinigung über die Tischreservierung bis zur Autoreparatur. Häufig stellen hauseigene Wellnessbereiche, Fitnessstudios oder Sonnenterrassen zusätzliche Annehmlichkeiten dar.


Verstärktes Engagement ausländischer Privatinvestoren 


Das Concierge-Wohnen trifft den Geschmack einer anspruchsvollen, aber auch zunehmend internationalen Klientel. In großen Metropolen wie New York, London, Bangkok oder Singapur ist dieses Wohnkonzept bereits seit Jahrzehnten verbreitet. Allerdings werden hier für Eigentumswohnungen teils astronomische Preise verlangt. Ausländische Investoren – neben Fonds auch verstärkt Privatanleger – sehen sich darum nach günstigeren Märkten um. 


Dabei fällt die Wahl immer häufiger auf Deutschland. Man schätzt die politische Stabilität, die Rechtssicherheit und die wirtschaftliche Stärke. Daraus wird auch auf eine hohe Bonität und Verlässlichkeit der Mieter geschlossen. Dies gilt umso mehr für die internationale Bankenstadt Frankfurt. In den prestigeträchtigen Wohntürmen beträgt der Anteil ausländischer Käufer inzwischen bis zu 50 Prozent. Sie kommen vor allem aus Europa, den USA und dem arabischen Raum. Aber auch chinesische Investoren zeigen zunehmend Interesse.  


In welchem Umfang sich die Mainmetropole auch als Brexit-Zuflucht erweisen wird, ist noch nicht absehbar. Einige tausend Banker könnten es werden. Allerdings erwarten Marktexperten deshalb nicht gleich eine Preisexplosion. Der Prozess dürfte sich über mehrere Jahre erstrecken, und längst nicht alle Umzügler werden sich für den Kauf eines Apartments entscheiden. Umso größer ist die Chance für den lokalen Interessenten, die Frankfurter Wohneigentumsquote weiter nach oben zu treiben. 

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